23 Kommentare zu “Früher war Weihnachten schöner

  1. Oh ja, an die selbstgebastelte Puppenstube von meinem Vater kann ich mich auch noch erinnern. Das waren noch schöne Zeiten!!! Vielleicht kommen wir irgendwann wieder dahin, man soll die Hoffnung nie aufgeben. Danke, für die schöne Erinnerung!

    • …die Hoffnung können wir wohl über Bord werfen, wenn ich allein schon an die Osterwerbung denke: teure Handys für Kinder oder hochmoderne Fahrräder…..es muss ja immer der Wohlstand vorgelebt werden, auch wenn es die Kinder in zwei Lager spaltet: die mit reichen Eltern und die mit den weniger verdienenden oder gar Hartz Vier Empfänger. Und solange Werbung auch im Kinderkanal läuft ist alle Hoffnung auf Einsicht verloren, leider.
      LG Martina

    • …wir machen es genau so, liebe Camina…..übertrieben wird natürlich nicht mit der Schenkerei, denn sonst verliert Weihnachten wirklich seinen Sinn und ausserdem wird meine Familie ja auch immer größer. Bis jetzt waren alle immer zufrieden und glücklich dass alle gesund sind. Ausserdem: Wer will denn schon Monate lang schuften gehen, nur um andere zu beschenken oder mit seinen Geschenken andere zu überbieten?
      Danke für deinen Kommi ❤
      LG Martina

      • ….“raufutterverzehrende Großvieheinheit“ …..das kenne ich nun wieder gar nicht…..man lernt immer wieder dazu. Danke, Emil, jetzt geh ich mal im Internet danach suchen 😉

    • ……….natürlich muss ich jetzt über die Erklärung des EVP erst mal grinsen, lieber Emil. Ich habe es in meiner Ausbildung zur Fachverkäuferin 1976 nämlich gelernt als:“Einheitlicher VerkaufsPreis“, denn alle Preise waren damals in der DDR tatsächlich einheitlich. Leider stimmen viele heutige Aussagen über bestimmte DDR-Begriffe nicht wirklich. Zum Beispiel haben wir in Sachsen Anhalt noch nie etwas von einer „Jahresendflügel-Figur“ gehört. Das war ebenso wie hier im Westen ganz einfach ein Engel. Wie gesagt, manche Begriffe welche erwähnt werden, sind völlig unsinnig und manchmal glaube ich sogar, dass man sich mit eben solchen Begriffen über die Menschen in der ehem. DDR lächerlich machen will. Und es gibt noch genügend andere Beispiele dafür. Auch, dass die Weihnachtspyramiden westlichen Ursprungs waren ist einfach gelogen. Nirgends wo anders wurden schönere und qualitativere Holzpyramiden und Räuchermännchen gefertigt als in der DDR im Erzgebirge, außerdem sehr beliebt und für den Westexport hergestellt waren die Schwibbögen und die Plauener Spitze, gefolgt vom Meissner Porzellan. Natürlich waren die Preise dementsprechend, weil die Nachfrage sehr groß war. Auch im Erzgebirge hießen die Engel so wie sie heißen sollten nämlich Engel 😉
      Danke für deinen Kommentar, aber das wollte ich nur mal loswerden, weil es einfach richtig zu stellen war. LG Martina

      • Jahresendfdlügelfigur war (WIMRE) ein Eulenspiegelscherz, ganz im Gegensatz zur raufutterverzehrenden Großvieheinheit …

        Daß Weihnachtspyramiden Westimportware waren, war ein geflügeltes Wort für „Goldstaub“, sehr selten zu Erwerbendes im Erzgebirge — und jeder Erzgebirger wußte ja, woher die «Peremettn» wirklich waren.

  2. Hallo Martina,
    ich kann dich sehr gut verstehen, denn ich vermisse auch die alten Zeiten sehr. Bin selbst in der DDR groß geworden – naja groß, ich war noch Kind als die Wende kam. Dennoch erlebte ich Weihnachten damals und ich muss sagen, ich liebe es mehr als das von heute.
    Damals wurde alles mit viel mehr Liebe gemacht.
    Meine Schwester und ich bekamen damals von meinen Eltern eine Puppenstube geschenkt mit 2 Räumen – die hat mein Dad selbst gebaut – aus Holz. Dann hat er die Wände tapeziert, meine Mom hat kleine Möbel gekauft und meine Großeltern haben uns kleine Püppchen besorgt, damit wir mit ihnen darin spielen können. Das war SO schön!
    Irgendwann bekamen wir mal eine kleine Autorennbahn – als Mädchen! Nur konnten wir irgendwie nie groß damit spielen, weil mein Dad damit irgendwie mehr beschäftigt war 😉
    Und zu den Tannenbäumen… da musste ich gerade schmunzeln als ich es las… Ich erinnere mich noch, wie mein Dad 2 oder 3 kaufen musste, weil sie so richtige Kricken waren und er dann aus den 2 – 3 Tannen oder Fichten einen Baum gebastelt hat. Und dann sagte er immer beim Schmücken: „Und da ganz vorsichtig sein, der Ast hängt nicht richtig fest!“ Oh was mussten wir beim Baumschmücken aufpassen!
    Und dann das richtige echte BLEI-Lametta! Das war noch echte Kunst und es glitzerte so toll!
    Kaum war Weihnachten vorbei, wurde abgeschmückt und das tolle teure Bleilametta wurde wieder ganz ordentlich zusammengelegt und in Zeitungspapier eingewickelt für das kommende Weihnachten! Ich habe heute noch ein wenig davon und bin stolz darauf es zu haben… Auch als Erinnerung an meinen Dad!!!
    Dieses Jahr gibt es wenig gekauftes von mir, da ich es – wie oben bereits erwähnt – ähnlich wie du sehe. Ich bin dieses Jahr fleißig am Häkeln. Es gibt von mir gehäkelte Tierfiguren (=Amigurumis), gehäkelte Kissen, kleine Söckchen mit Mini-Geschenken drin, die man auch an den Tannenbaum hängen kann etc… Also fast wie früher 😉
    vlg die Alex ^^

    • …ich habe, wie schon erwähnt, auch schon mal eine Puppenstube zu Weihnachten bekommen und keine andere war so schön wie meine……das war eben noch Handarbeit und mit Liebe gefertigt. In diesem Jahr bekommt nun meine Enkelin ihre erste Puppenstube, eine aus Holz natürlich, handgefertigt und mit Möbeln, die schon über Generationen gehalten haben.
      Danke für deinen Kommis, liebe Alex ❤
      LG Martina

      ….und ja, Alex, das sind die schönsten Erinnerungen. Wäre ich damals nicht ausgewandert, so hätten meinen Mädels meine Puppenstube und anderes schönes Spielzeug aus dem Fundus meiner Kindheit bekommen 🙂

  3. Huhu Emil. Das hat mich doch jetzt tatsächlich nicht in Ruhe gelassen …so, ich hab zur >>raufutterverzehrenden Großvieheinheit<< mal was aus Wikipedia kopiert.

    Ziatat:
    "Der Ausdruck Raufutter verzehrende Großvieheinheit erlangte außerhalb der Fachkommunikation Popularität als vermeintliches Beispiel für Amtsdeutsch und speziell für DDR-Deutsch.
    Das Phänomen beschrieb der Philologe und einflussreiche Sprachkritiker Horst Dieter Schlosser im Vorwort seines Werkes Die deutsche Sprache in der DDR zwischen Stalinismus und Demokratie so:
    "Ob es nun die rauhfutterverzehrende Großvieheinheit war, die in der DDR angeblich das alte deutsche Rindvieh verdrängt haben sollte, oder die Bezeichnung Erdmöbel, die an die Stelle von Sarg getreten wäre – die Sprache 'der' DDR war für manche Journalisten ein beliebtes Thema, mit dem sie einer eigenen Nachprüfung kaum fähigen Leserschaft so gut wie alles bieten zu können glaubten."[12]

    Weiterhin schreibt das Wörterbuch Sprache in der DDR von Birgit Wolf:
    "rauhfutterverzehrende Großvieheinheit
    Kurzf.: RVE Wortverbindung, die nichts weiter als 'Kuh' bedeutete und die ein hervorragendes Beispiel für sprachliche Entgleisungen der DDR-Bürokratie abgab. Allerdings drang sie nie in die Allgemeinsprache ein, sondern fristete nur in offiziellen Statistiken ihr Dasein. Eine Großvieheinheit entsprach 5000 kg Lebendmasse, d. h. die Nutztiere wurden nicht zahlen- sondern gewichtsmäßig erfaßt."[13] (Auch in der DDR entsprach eine GV natürlich nicht 5000 kg, sondern 500 kg Lebendmasse – wie bereits ein Jahrhundert zuvor.)

    Franz Planatscher stellt den Ausdruck 1986 in Der Sprachdienst als Neologismus vor:
    "[…] oder es können neue Zusammensetzungen sein, z. B. die "rauhfutterverzehrende Großvieheinheit" (EG-Deutsch). Wie schlicht, wie einfach ist dagegen unsere gute alte Kuh (nur drei Buchstaben!)." Zitat Ende.

    Für uns, die normalen Bürger, waren es einfach nur Rindviecher, wir haben diesen Begriff nicht benutzt, sofern wir nicht in diesem Berufszweig tätig waren. Aber ich bin wirklich erstaunt, was es doch für DDR Begriffe (und nicht nur in der ehem. DDR) gab bzw. immer noch gibt 😉

    Danke nochmal und LG Martina

  4. Habe Deinen Beitrag schon vor eine paar Tagen aufmerksam gelesen…und diese Bilder 😉 das weckt Erinnerungen an ganz früher und lässt mich gedanklich ein wenig verweilen … damals Weihnachten im Vorpommern.
    schöne Weihnachten wünscht Dir Susi

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