89 Kommentare zu “DDR Gefängnisse – militärische Haftanstalt Dessau-Wolfen

  1. ich kann mich einfach nicht sachgerecht dazu äußern, schlimm für die zu Unrecht Betroffenen, davon war der großem Masse nichts bekannt, wie wir übrigens auch heute nicht alles wissen, was im Hintergrund der Gesellschaft so alles passiert, obwohl durch die Medien ja vieles durchsickert, wunderschönen Tag, Klaus

    • …und weil der Masse nicht viel bekannt war, habe ich, wie viele andere vor mir auch schon, nun öffentlich meine Erlebnisse dargelegt bzw. einen kleinen Einblick darüber gegeben. Ich empfinde mich heute noch als zu Unrecht verurteilt, habe ja niemanden etwas getan, nicht gestohlen, betrogen oder jemanden Leid zugefügt. Ich war nur mit dem Regime nicht einverstanden. Das was ich hier kurz angerissen habe, ist eigentlich nur der Gipfel des Eisbergs. Du würdest mir nicht glauben, wenn ich berichten würde unter welchen Methoden mein Verhör verlaufen ist, welches sich über eine Zeit von nachts halb eins bis nächsten Tag um 16.00 erstreckte, ohne etwas zu essen ohne etwas zu trinken, sitzend auf einem (auf dem Betonboden festgemauerten) Schemel, ohne Rückenlehne. Einschlafen war also nicht drin. Irgendwann gesteht und schreibt man alles, was die von einem hören bzw. lesen wollen. Nur so viel dazu und auch das ist nur ein Teil des Gipfels des Eisbergs.
      Ich wünsche dir auch einen wunderschönen Tag
      LG Martina

      • ….ja, ich habe es erlebt. Aber ich habe es verarbeitet und wollte dazu nur noch ein paar Buchvorschläge posten. In Zukunft werde ich darüber wohl nix mehr schreiben. Ich wünsche dir einen schönen Tag.
        LG Martina

      • Sehr geehrte Frau Geier,

        bei meinen Internetrecherchen bin ich über Ihren Blog gestolpert und versuche Sie über diesen Kommentar zu kontaktieren. Ich schreibe Ihnen im Namen der Filmproduktionsfirma schmidtFilm aus Leipzig. Wir sind zwei Dokumentarfilmregisseurinnen, die im Moment einen Film über die Filmfabrik Wolfen mit dem Schwerpunkt der Zwangsarbeit vorbereiten. Ich würde Ihnen gern mehr über unser Projekt erzählen, dies aber gern via Email tun. Wäre es möglich, dass wir uns schreiben? Oder gern auch telefonieren. Ich trage unten im Formular meine Emailadresse ein und freue mich auf Ihre Rückantwort.

        Ganz herzliche Grüße aus Leipzig,

        Susann Krüger
        schmidtFilm

      • ich war auch da 1983,es war menschenunwürtig,ich wurde geschlagen mißhandelt und die aufseher schauten weg ich hab überlebt bin heut 49 und sehr krank dewegen,ed giebt kein tag wo ich nicht daran denke

  2. Mit großem Interesse verfolge ich die Geschichte der damaligen DDR. Wenn ich das lese , ist es für mich unfassbar wie mit den Bürgern umgegangen wurde. Die Verantwortlichen von der SED gehören heute noch bestraft. Das sitzen noch viel zu viele bei den Linken. Wenn ich die Wagenknecht und den Gysi höre, wird mir jetzt noch schlecht. Die haben immer noch nichts dazu gelernt. Danke für deine Buchtipps. Dir noch einen schönen Tag. L.G. Ludger

    • Ich weiß, daß dich die Geschichte der DDR interessiert und ich weiß, daß du politisch sehr bewandert bist. Das freut mich, sehe ich in dir doch einen guten Gesprächspartner. Daß die Größen von damals heute immer noch oder wieder neue hohe Posten besitzen ist ja bekannt, aber daß das Land auf eine neue politische (SED) Maschinerie zusteuert scheint noch nicht bei allen durchgesickert zu sein. Wir, das deutsche Volk, werden wieder bevormundet, ausgebeutet und in Klassen eingeteilt. Nicht wenige Leute, die früher in der DDR so auf Sozialismus gemacht haben, findet man heute in Reihen der Neonazis, nur so viel dazu.
      Wie Wagenknecht und Gysi es so weit bringen konnten ist mir auch schleierhaft…gibt es etwa in den politischen Reihen auch Personen, die Leichen im Keller haben und von denen diese (Alt) Kommunisten wissen?
      Wenn ich mir ansehe, dass die Menschen mehr und mehr gläsern werden, kann ich nur vermuten, daß eine ähnliche Staatsform, wie die in der ehem. DDR im Vormarsch ist, nur passt das dann so gar nicht zu den sozialen Gesetzesmäßigkeiten, denn wie sch….die DDR auch war, für Alte und Kinder wurde immer das meiste getan und auch die Lohnverteilung war zwischen Mann und Frau gleich. Es gab auch viele gute Seiten, nur habe ich immer mehr von den negativen zu spüren bekommen. Das hat angefangen bei der Bespitzlung durch eigene Arbeitskollegen bis hin zu Hausdurchsuchungen durch die Stasi in der elterlichen Wohnung…..
      Ich wünsche dir auch einen schönen Tag.
      LG Martina

  3. Ich kann das alles hier nur bestätigen. 1979 in Dessau inhaftiert. Es war die Hölle. Ich habe mal die Arbeit verweigert , weil ich starke Schmerzen hatte, wurde dann in einen Blechkäfig gesperrt . Da ich nicht mehr stehen konnte wurde ich mit kaltem Wasser übergossen und mußte die restlichen sechs Stunden in nasser Kleidung stehend verbringen( im November). Anschließend Arrestzelle , den ganzen Tag sitzend auf einem Stück Brett , fest in der Wand installiert, mehrere Tage. Ich war damals 18 Jahre alt.
    LG Ute

    • Hallo Ute, evtl. kennen wir uns sogar. Ich war damals 19 und habe während meiner Haftzeit den 20. Geburtstag erlebt(eigentlich habe ich meinen eigenen Geb. vergessen und es ist mir erst tage später aufgefallen) Untergebracht war ich in Baracke 7. Außerdem war ich im drei Schichtdienst eingeteilt in der Chemiebude von ORWO in Wolfen, gearbeitet habe ich mit Säuren zur Herstellung von irgendwelchen Fasern. Alles weitere kannst du ja nochmal in meinem Artikel nachlesen. Gerne können wir uns privat mal austauschen.
      Das ist meine Mailadi: huroja@gmx.de
      LG Martina

    • ich kann das bestädigen war auch in dessau 2 jahre 1981 im jungendhaus,war menschen unwürdig hab aber überlebt weil ich ein kämpfer bin bin heut 49 jahre und hab heut noch albträume davon

  4. Hallo Ute und Martina, vielleicht kennen wir uns auch. war 1980 in dessau war 18 Jahe alt war Barracke erst 3 dann 4 hab auch die scheiß Chemiebude durch mit Arbeitsverweigerung usw. es war die Hölle.

    LG Diana

    • Hallo Diana, ich weiß nicht mehr welche Baracke es war, in der ich untergebracht wurde. Lange war ich da sowieso nicht drin, denn ich musste schon nach kurzer Zeit in die MD- Baracke. Mir fielen von der Arbeit in der Chemiebude irgendwann die Haare aus und auch sonst ging es mir sehr schlecht. Ich blieb dort auch drin bis zu meiner Entlassung Ende November 1979. Ich fiel mit unter die Amnestie…..oder weil mein Gesundheitszustand so schlecht war (die Wahrheit haben wir ja sowieso nicht erfahren). Das ging damals alles viel zu schnell mit den Entlassungen. Kannst du dich noch an die scharfen Hunde erinnern, die rings ums Lager herum verteilt waren und sogar nachts nicht aufhörten rumzubellen? Ich freu mich, daß sich mal jemand zu Wort meldet, der dasselbe durchgemacht, wie ich. Meine zuständige Aufsicht war eine Frau Oberstleutnant so…und…so (Namen habe ich alle vergessen oder verdrängt), also wir hatten überwiegend nur weibliches Wachpersonal, weil es öfter zu Übergriffen an weibl. Gefangene durch männliches Wachpersonal kam. Zu meiner Zeit dort hatte sich eine Frau umgebracht, sie war, so wurde es jedenfalls im Lager verbreitet, von einem Aufseher geschwängert wurden. Eine ganz schlimme Sache damals, die mich lange verfolgt hat, auch noch als ich wieder draußen war (genau wie die blöde Angewohnheit zusammenzuzucken wenn jemand plötzlich hinter mir stand oder zu warten, dass mir jemand die Tür aufschließt, wir hatten ja dort keine Klinken) .Vielleicht kennst du ja noch eine Gefangene K. Wenske, damals ca. 36 Jahre alt, dunkle schulterlange Haare, sie war Langstrafer und müsste also 1980 auch noch dort eingesessen haben oder eine Daggi oder so ähnlich, lange blonde Haare, damals ca.45 Jahre alt, sie hatte lebenslänglich, aber immerhin Privilegien wie z.B. Gardinen an ihrem Gitterfenster und sie hatte für andere, nicht nur für das Lagerpersonal, Pullover gestrickt. Viele dachten damals sie spioniert innerhalb des Lagers weiter für die Stasi….man wusste ja nie woran man bei einigen war..Wie auch immer, ich würde mich sehr freuen, wenn du dich nochmal meldest oder privat Kontakt zu mir aufnimmst. Mich findest du auch bei Facebook: https://www.facebook.com/EvaMariaKuckuckskund
      GLG Martina

    • habe seit 1968 als Chemiefacharbeiter in Chlor 3 in Bitterfeld gearbeitet und muß hier einiges richtigstellen,wir hatten Arbeiter aus den Strafvollzug sie haben aber in keinster Weise eine andere Arbeit getan als wir,in der DDR hieß es Erziehung durch Arbeit,warum sollte die Gesellschaft für die Kosten der Straftäter aufkommen und warum schreibt hier niemand was er für Straftaten begangen hat?Sie wurden von einem Gericht verurteilt und und als Verbrecher behandelt und wenn sie das bis heute noch nicht eingesehen haben das es richtig war ,dann haben sie nichts dazugelernt!

      • Guten Tag (das gehört zum Anstand) Herr/Frau
        Leider ist dieser/Ihr Name (nach reichlicher Recherche) nirgends im Internet auffindbar und Ihre Absendedaten, sowie der Provider anonym. Ich finde es schon eine enorme Dreistigkeit, so einen unerhörten Kommentar zu hinterlassen. Sie haben meinen Artikel wohl nicht richtig durchgelesen? Oder sind Sie ein ehemalige Mitglied des MfS oder der Stasi? Ich werde Ihren Kommentar an entsprechende Stellen weiterleiten, um Ihre wahre Identität herauszufinden, denn ich bin und war kein Verbrecher und habe nichts Kriminelles getan. Ich habe mich lediglich gegen die Machenschaften in der ehemaligen DDR und gegen Menschen, wie Sie einer sind, zur Wehr gesetzt. Mehr werde ich dazu im Moment nicht schreiben. Nur eins: Wegen Leuten wie Ihnen und Ihrer Einstellung ist vielen Menschen großes Leid zugefügt wurden. Anscheinend haben SIE nichts dazu gelernt. Wenn ich mir Ihren Schreibstil und die darin vorzufindenden Fehler genauer betrachte, kommt für mich nur ein Schluss in Frage: Sie haben keine besondere Schulbildung und somit auch keinerlei Kenntnis darüber, was in der ehemaligen DDR politisch korrekt oder unkorrekt war. Sollte ich ihre Daten ermittelt bzw. von geeigneter Stelle übermittelt bekommen haben, dann werde ich eine Klage wegen Verleumdung einreichen.

      • Sehr geehrter Herr Kose, wissen Sie eigentlich, was sie hier für einen Schwachsinn schreiben ???
        Hier geht es um keine kriminellen Schwerverbrecher, sondern um politische Häftlinge, welche zu Unrecht inhaftiert und verurteilt wurden, schon mal was davon gehört und gelesen ???
        Und das die Unrecht geschah, habe ich schwarz auf weiss, denn ich wurde rehabilitiert von einem deutschen Gericht !!!
        Wer hier wohl nichts dazu gelernt hat, steht wohl ausser Frage, sie sollten sich was schämen

      • Mein „Verbrechen“, war oeffentliche herabwuerdigung der DDR, 1983-84, in Bitterfeld Goitsche, beim Gleisbau inhaftiert. Verurteilt wurde ich in Leipzig, in der Kaestner Strasse. U-haft. In einer kleinen Zelle wurde mir von einer Richterin ein Blatt Papier zum unterschreiben vorgelegt. 11 Monate Haft, falls ich nicht unterschreibe, drohte sie mir an, zu einem groesseren Gericht zu gehen und ich wuerde mehr bekommen. Kein Rechtsanwalt fuer mich. Nachdem ich die Zelle verliess, wurde mir das Urteil wieder weg genommen.

    • Wo bist Du gewesen? ich war 17 Jahre alt und ein Jüngling ,wurder weiterverfrachhtet nach Bitterfeld.

    • Zu diesem Haftarbeitslager gibt es inzwischen genügend Unterlagen. Im Herbst wird es einen Zwischenbericht zum derzeitigen Forschungsstand geben.

      mit freundlichen Grüßen

      Manfred Buchta
      Beratungsinitiative Thüringen

  5. Meine Lebensgefährtin war 1977 auch dort. Allerdings im Jugendhaus für Mädchen und musste dort Ihren 18. Geburtstag erleben. Sie ist aber schon seit langem rehabilitiert.

  6. Guten Abend Herr Buchta
    Ich freue mich von Ihnen eine erste positive Reaktion bzw. einen kleinen Hoffnungsschimmer, was Ergebnisse über das ehem. Straflager anbelangt, zu lesen. Ich bin auch schon gespannt, wie viel Material es inzwischen darüber gibt, denn im Internet habe ich bisher weder Berichte noch Fotos über diese Einrichtung entdecken können, ganz so, als würde man diese ausradiert haben.
    Je nachdem wann ihre Lebensgefährtin dort inhaftiert war, gibt es eine Chance für mich, sie gekannt zu haben. Meine Haftzeit war von Mai 1979 bis Dezember 1979.

    mit freundlichen Grüßen Martina

  7. Die Haftzeitzeit war von April 1977 bis Dezember 1977 im sogenannten Jugendhaus. Es gibt über Dessau ca. 2500 Seiten Aktenmaterial, welche aus dem Bestand der BStU stammen. Desweiteren gibt es eine Vielzahl von Bildmaterial. Zeitzeugenberichte sind eine wichtige Ergänzung für das Forschungsthema. Diese sollten aber nicht über diesen Blog laufen. Briefkontakt oder telefonische Kontakte, sind das bessere Konzept. Es können auch Gespräche im geschützten Raum stattfinden.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

    Beratungsinitiative Thüringen
    E-Mail: manfred.buchta@tlbv.thueringen.de

    ThLA/Ast.Gera

    Puschkinplatz 7
    07545 Gera
    Tel. 0365-82 23 12 04

  8. Hallo Herr Buchta

    Ich habe ihren Kommentar gelesen und danke Ihnen sehr dafür. Ob ich ihn freischalte oder nicht entscheiden Sie. Danke auch für die Anschrift.

    mit freundlichen Grüßen Martina

  9. Hallo Martina,

    der Beitrag ist für die Öffentlichkeit gedacht. Meine Angebote stehen und wer möchte, der kann sich auch vertrauensvoll an mich wenden. Meine Aufgaben umfassen alles was mit SED-Unrecht zu tun hat, einschließlich psycho-sozialer Beratung. Ich denke, dass Haftarbeitslager Dessau ist eine Teil der SED-Diktatur.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

  10. Es gibt zwei Bezeichnungen zum Lager, erster sozialistischer oder militärischer Strafvollzug. Es verdichten sich immer mehr die Vermutungen, dass es sich hier ausschließlich um Zwangsarbeit handelte. Bislang fehlen aus diesem Lager Zeitzeugen.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

    • Hallo Herr Buchta
      Ich habe einen Link gefunden, der sehr viel über den Strafvollzug (auch in Dessau) in der DDR aussagt, über Unterbringung, Arbeitseinsatz, militärische Erziehung und anderes mehr, eben so, wie ich es erlebt bzw. durchlebt habe.
      Leider habe ich bis heute noch keinen Link zur JVA Dessau gefunden, zumindest nicht für die Zeit vor der Wende. Warum existiert darüber keine Quelle? Warum gibt es keine Bilder von damals und überhaupt warum macht so ein Geheimnis um diese Einrichtung???
      Hier aber erst mal der Link, dort wird in etwa noch mal das wiedergegeben, was ich hier schon geschrieben hatte.
      m.f.G. Martina Geier

      https://www.justiz.sachsen.de/download/Der_Strafvollzug_in_der_DDR.pdf

  11. Es gibt inzwischen neben vielen Akten, auch einiges an alten und neuen Bildmaterial. Auch existiert eine Luftbildaufnahme, welches das Lager kurz vor dem Abriss zeigt. Neben vielen alltäglichen Dingen, birgt das Aktenmaterial aber auch detaillierte Hinweise über Zwangsarbeit. Wie gesagt wird noch in diesem Jahr ein Zwischenbericht zum Forschungsthema erscheinen.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

    Beratungsinitiative SED-Unrecht Thüringen

  12. Hallo Herr Buchta, ich war dreimal Insaasin in der SVA Dessau zuletzt 1985-1987 wegen Republikflucht. War heute in Dessau auf den spuren der Vergangenheit zu suchen. Das gelände muss riesig gewesen sein, es ist sovieles Neu gebaut worden. Habe aber ein paar Fotos gemacht mit Mauer,Stacheldraht und der Ehemaligen Magnetbandfabrik. Sie schreiben das eine Luftbildaufnahme existiert kurz vor dem Abriss des Haftlagers. Wenn das so ist dann wäre ich ihnen sehr verbunden wenn sie es veröffentlichen würden oder mir einen Link hinterlassen würden. Vielen Dank
    Mit frdl. Grüssen

    Diana Lemberg

    • Diese Aufnahmen und auch anderes Bildmaterial darf nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Sie können mich aber kontaktieren in meinem Büro in Gera. Sie finden mich unter Beratung SED-Unrecht in Thüringen. Da in Zukunft noch einiges zu Dessau geplant ist, sind Zeitzeuginnen wie Sie sehr wichtig und ich würde mich über eine Kontaktaufnahme freuen.

      mit freundlichen Grüßen
      Manfred Buchta

    • Hallo Diana

      Ich war auch damals von 1986 bis 1987 in Dessau ,und wir wurden früh mit einen Bus zu Arbeit gebracht.Ich habe in der Fabrik Damen Binden hergestellt in drei schichten.Kann nur sagen das es die hölle dort war .
      mfg Carmen

      • Das habe ich auch gemacht 3 schichten Damen Binden herstellen ,oder Zwiebeln schälen .von 1985 -1986

  13. Hallo Martina, mir kommt die Schilderung nicht vor, als wäre sie aus der DDR, sondern von den Nazis. Ich bekomme auch immer sofort Gegenwind, wenn ich den Faschismus mit dem sogenannten Sozialismus ala DDR vergleiche. Die offensichtlichsten Berührungspunkte waren die Massenaufmärsche und der sogenannte Stechschritt. Deshalb ist es auch nicht besonders verwunderlich, dass sich der Faschismus im Osten unseres Landes so ‚genussvoll‘ ausbreiten konnte.

    Ich hasse jede Art von Ismus …

  14. Guten Morgen und ich bin so froh hier auf diesen Blog gestossen zu sein
    Herr Buchta, wir kennen uns ja schon, denn wir hatten vor einigen Jahren schon einmal telefonischen Kontakt und tauschten auch Unterlagen aus, bzw. bekam ich diese von Ihnen zugeschickt, was Dessau betrifft.
    Leider ist dann alles irgend wie eingeschlafen, was auf meine Kappe ging, denn ich war mit dem Infomaterial auch ein wenig überfordert, denn die Bildaufnahmen, welche ich von Ihnen bekam waren für mich der erschreckende Beweis, dass ich mir einiges im laufe der Jahre nicht eingebildet hatte . . . .
    Ich habe auch mal den Link von Facebook genommen liebe Martina G. und auch eine Nachricht geschickt.

    liebe Grüsse

    Tina (Martina) Jäckel

    • Hallo Martina
      ich freue mich wenn Gleichgesinnte sich weiterhin für Infomaterial interessieren. Ich hoffe, dass Du das findest, wonach Du gesucht hast. Herr Buchta ist dafür genau der richtige Ansprechpartner. Bei Gelegenheit werde ich auch wieder näher auf die Vergangenheit eingehen und mehr darüber berichten. Bei Fragen rund um den SVA Dessau bin ich jederzeit bereit Antworten zu geben.Ich kann mich nämlich noch ganz genau an Kleinigkeiten erinnern und auch den Ablauf von damals genau schildern.
      L.G. Martina

    • ….nun aber? Meine Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch mich freigegeben, weil es oft genug Kommentare und Werbung von seiten der Neonazis gab.Ich bin nicht täglich hier im Blog, weil ich beruflich ziemlich eingespannt bin.
      l.G. Martina

  15. Hallo Martina,
    es ist schön wieder etwas von Dir zu hören. Ich habe vor ein paar Tagen einen Artikel zum Thema Haftzwangsarbeit im HAL Dessau geschrieben. Dieser erscheint jetzt im Dezember in der Zeitschrift,, Gerbergasse 18 “ aus Jena. Ich arbeite seit 4 Jahren als Berater für SED-Unrecht in Thüringen, wer also Bedarf an Beratung hat kann sich bei mir melden.

    viele Grüße Manfred Buchta

  16. Im November hatte ich ein Treffen mit der Landesbeauftragten von Sachsen-Anhalt, Frau Neumann-Becker. Ich schlug ihr vor, dass es dort wenigsten ein Gedenktafel geben sollte. Dem war sie auch nicht abgeneigt. Im nächsten Jahr werde ich meine Arbeit, im Bezug auf dieses Lager intensivieren. Wer den Artikel aus der Zeitschrift,, Gerbergasse 18 “ lesen möchte, kann mich mich per E-mail in meinem Büro in Gera erreichen. Der Beitrag liegt im PDF-Format vor und kann bei Interesse gesendet werden. Meine E-mail Adresse lautet : manfred.buchta@tlbv.thueringen.de.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

    Beratungsinitiative SED-Unrecht
    Puschkin Platz 7
    07545 Gera
    Tel. 0365 – 8223 – 1204
    mobil 0175 – 86 28 016

  17. Ich wünsche alle hier ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015. Vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, um uns gemeinsam am authentischen Ort in Dessau zu treffen. Wenn es diesbezüglich Interesse gibt, würde ich mich darum kümmern.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

    • Werter Herr Buchta – ich hatte Sie wegen einer anderen Sache versucht, per Email zu erreichen. Leider hat es nicht geklappt, die Email kam jedesmal zurück mit dem Vermerk, die Email-Adresse gäbe es nicht. Bitte lassen Sie das einmal überprüfen, denn es ist enttäuschend, wenn jemand nicht erreichbar ist.
      Mit freundlichen Grüssen!
      D.Wengel

  18. lieber Manfred, danke und auch dir und deinen lieben, sowie allen hier ein gesundes neues jahr 2015 🙂

    ich wäre schon an solch einem treffen interessiert, nur weiss ich nicht, ob ich das wirklich packen würde, davor hätte ich schon bissel bammel . . . . doch interesse ? gar keine frage, schon allein, weil es immer noch so wenige info´s über dessau gibt und ich es immer wieder erlebe, dass von diesem lager kaum jemand etwas weiss, dass es überhaupt existierte . . . .

    gruss tina

  19. Ich schließe mich den Neujahrsgrüßen von Herrn Buchta und Tina Jäckel gerne an, obwohl ich dies schon separat in einem Blogartikel tat.
    Ich kann die Anlage noch heute sehr genau beschreiben: Ein Barackenlager (ich weiß nicht mehr wieviele es waren), meist mit Hafträumen in denen bis zu 18 Inhaftierte wohnten, eine Medibaracke, eine Einkaufsbaracke und ein großer Raum in einer seperaten Baracke, in der Bildungsfernsehen, eigentlich eine Zwangsmaßnahme, (Der schwarze Kanal) angesehen werden musste. Bei sehr guter Führung konnte man an den musikalischen Darbietungen, bestehend aus einer Gruppe Musiker, welche selber Inhaftierte waren, oder einer Filmvorführung teilnehmen. Ich denke, das war damals nur für die kriminellen Inhaftierten vorgesehen.
    Und ja, Alter Knacker (so der Username), das Lager glich in vielem einem KZ aus der Nazizeit: Morgenapell, Abzählung, Marschieren und exorzieren, Rationierungen, Sanktionen, Bestrafungen und Demütigungen bis hin zur Aufgabe des Selbstbewusstseins, völlige Kontrolle und Beobachtung, Mangelernährung (ich kenne den Speiseplan noch auswendig)sind nur einige Dinge, die ich hier erwähne. Das war eine so schlimme Erfahrung, wie ich sie in meinem ganzen Leben nie wieder erlebt habe und das schreibe ich hier frei und offen heraus. Ich habe noch lange nach der Amnesty jeden Schlüssel von Türen als Bedrohung vernommen, egal bei wem oder wo ich mich gerade aufhielt. Nervlich hat es auch bei mir Spuren hinterlassen, aber das gehört hier nicht her. Ich denke auch, dass es ein Zwangsarbeitslager war, gemischt aus Kriminellen, Politischverfolgten und dem Systhem ungehorsamen Bürgern.
    Ach, ich hatte ganz vergessen zu erwähnen: Um die Baracken herum verlief eine Art Runde Strasse, ohne Anfang und ohne Ende, abgegrenzt durch eine dicke Mauer ca.4 Meter hoch und dahinter liefen (ebenfalls um das gesamte Lager) Hunde. Besonders nachts waren diese besonders laut. Wenn es noch Unterlagen von 1979 gibt, dann muss dort auch vermerkt sein, dass wir, die Inhaftierten, im Sommer 1979 eine Rattenplage beseitigen mussten. Ich denke heute noch daran zurück, wie wir sie entsorgen mussten. Es war grauenhaft!!!

    • Ich kann die Ausführungen über die Verhältnisse im Strafvollzug der DDR nur bestätigen. Zeitgleich war ich wg. § 213 StGB DDR in einem DDR-Zuchthaus, die Verhältnisse waren gleich. Durch meine Tätigkeit in der Kontenstelle habe ich zudem auch noch Informationen erhalten, die manchem „normalen“ Strafgefangenen nicht zu Ohren kam. Noch heute habe ich mit der Verarbeitung dieser Erlebnisse zu kämpfen. 59 Jahre alt – und fertig, Rentner – aber ungebrochen!

      • Ich bin (fast) 57 Jahre alt. Mich hat es seelisch gebrochen, manchmal leide ich unter Minderwärtigkeitsgefühlen, dann bin ich wieder ich selber, immer mal im Wechsel.Trotz allem befasse ich mich immer noch mit politischen Themen, ich kann vieles nicht so akzeptieren, was so in der Welt, besonders in DE abläuft. Ich danke Dir für Deinen Kommentar, liebe(r) Lupo.
        LG und „Alles Gute“ für Dich.
        Martina

    • Hallo Martina, mit großen Interesse lese ich jeden einzelnen Kommentar. Ich war erst in der Untersuchungshaft Keibelstraße Berlin. Bin dann nach 6 Wochen nach Dessau Wolfen gekommen. Ich glaube das ich in Baracke 3 war, wir mußten in Wolfen auch in 3 Schichten arbeiten, es stank fürchterlich mußten gelbe Schutzkleidung tragen und Gummistiefel mit verfilzten Socken. Woran ich mich auch noch erinnere ist wenn man an jemanden vorbei wollte mußte man einen halben Schritt seitwärts warten und sagen,“ Gestatten vorbei treten zu dürfen“. ich war von 1980 Januar bis November 1980 dort. Frau Oberstleutnant war ein große sehr schlanke dunkelhaarige Frau mit Brille oder war sie Unteroffizier ich weiß es nicht mehr so genau.Mich hat die Zeit geprägt, ich habe vor nichts und niemanden mehr Angst, ich möchte nicht mehr zusammen zucken wenn ein Schlüsselbund klappert oder Nachts das Licht an und aus geht. An die Hunde erinnere ich mich auch genau. Mit freundlichen Grüßen

      • Hallo Artep,
        ich danke Dir für diesen ausführlichen Kommentar. An mir ist das leider nicht spurlos vorbei gegangen. In einem meiner Berichte schrieb ich ja schon, dass ich so nervlich fertig war, dass mir die Haare ausfielen. Ich lag eine Weile in der Medizinbaracke. Nach der Amnestie erging es mir auch nicht besser. Auch meine neuen Arbeitskollegen haben mich bei der Stasi denunziert, worauf diese dann kamen und mich erneut abholten. Ich hatte damals einen Stasioffizier, der für meine zweijährige Bewährungszeit für mich zuständig war. Er war im Vergleich zu den anderen mir gegenüber stets freundlich, zu freundlich. Er hat mich aber aus diesem Schlamassel sofort wieder rausgeholt. Im Gegenzug hatte er mir nahegelegt doch in die SED einzutreten und eine folgsame und vorbildliche DDR-Bürgerin zu werden. Das habe ich natürlich nicht getan. Demzufolge hatte ich in meiner weiteren Karriere immer wieder mal mit Schwierigkeiten zu rechnen. Zum Beispiel wurde ich zwei Mal bei Beförderungen übergangen, obwohl ich ausdrücklich dafür von meiner Brigade vorgeschlagen wurde. Aber lassen wir das…ich habe heute immer noch seelisch daran zu knabbern. Ich habe Probleme Menschen zu vertrauen, welche sich entweder in meinem unmittelbaren Arbeitsumfeld befinden oder die scheinbar nur lächeln…ja, richtig gelesen, damit habe ich ein großes Problem.
        An die (Lager)Hunde und deren schreckliches Gebelle, vor allem nachts, denke ich mit Schrecken zurück, ich hatte lange danach noch Alpträume und hin und wieder kommt (noch heute) bei mir alles wieder hoch…..der Auslöser dafür kann dabei etwas ganz Banales sein!
        Danke nochmals für deinen Kommentar.
        LG Martina

  20. Die e-mail adresse in Gera läuft über outlook. Wer möchte, kann mich aber anrufen oder schreiben.
    Bin immer Montag und Donnerstag von 09:00 bis 15:00 Uhr da. Über das Treffen sollten wir in Ruhe nachdenken. Auf jeden Fall in der schönen Jahreszeit.

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

  21. Hallo hier stehen wirklich interessante Dinge drin,mein Onkel war auch Insasse dieser Anstalt .
    Ich versuche schon länger Akten über diesen Aufenthalt zu bekommen. Weiß aber nicht wirklich wie.
    Es währe nett wenn mir da jemand helfen könnte. Er war dort Mitte der 80iger inhaftiert.
    Er hat aber keinerlei Unterlagen darüber.

  22. Einfach nochmal bei mir melden und wir können dann ausführlich über die Sache reden!

    mit freundlichen Grüßen

    Manfred Buchta

  23. Ich hatte zwischen 1982 und 1985 , 3 mal das „Vergnügen“ in Dessau. Ich war in der U1 und U2 untergebracht. Gearbeitet habe ich in einer Stanzerei in Dessau, in der Magnetbandverarbeitung…..war auf dem Knastgelände angrenzend, in Wolfen in der Kunstdarmverarbeitung und in Wolfen in der Viskoseherstellung…..letzteres war im 12 Stunden Schichtsystem. Anklageschriften und Urteile, wurden auch mir nur zur Einsichtnahme vorgelegt und dann gleich wieder eingezogen. Eine Anklageschrift hatte man vergessen, aber die hat sich die Stasi nach meiner Entlassung während meiner Abwesenheit bei einer Hausdurchsuchung wieder abgeholt…inklusive meines Tagebuchs….für immer weg.
    Ich habe noch sehr viele und sehr genaue Erinnerung an diese Zeit.

    • Ich war auch in der zeit da.ich glaube es war die zwei.bei mir war auch eine petra elstrerman.es war verwahrraum 16

  24. Dessau dürfte nach meinen Erkenntnissen, so ziemlich das letzte seiner Art /(Haftarbeitslager) sein,welches in der DDR gebaut wurde.

  25. Hallo, ich bin neu hier- die Suche nach Betroffenen hat mich diese Seite finden lassen- danke!
    Ich war in Dessau ab März 1989 als Politische und musste an den Maschinen stehen, wo der Chromstaub durch Schneiden eines grossen Blocks in wickelfähige Bänder ungefiltert inhaliert wurde, ohne Arbeitsschutzvorrichtung. Eine Kriminelle vor mir verlor bei dieser Tätigkeit ihren rechten Arm.

    Ich habe einen Antrag gestellt nach dem SED- Unrechtsbereinigungsgesetz, wo ein Gutachten erstellt wird. Ausser einem lapidaren Lebenslauf, den ich selbst hätte schreiben können, wurde das begangene Unrecht regelrecht unter den Tisch fallen gelassen- unbegreiflich!
    Seit dem Freikauf und Haftentlassung bin ich in Baden- Württemberg gelandet, wo man damit also kaum bis gar nicht, umzugehen weiss.
    Deshalb machte ich mich neu auf, um die geforderten Beweismittel für einen Widerspruch selbst zu recherchieren und vorlegen zu können.
    Deshalb danke ich schon jetzt für jede Unterstützung!
    Auch habe ich angefangen, darüber zu schreiben und bin bereit, dies zu veröffentlichen.

    Es dient der Aufarbeitung, wenn sich Mitbetroffene/r bei mir dies bezüglich melden: silka999@gmx.de

  26. Unter dem Link: http://www.christian-sachse.de , nachsehen. Dort gibt es noch in diesem Jahr eine Ausstellung zur Haftzwangsarbeit. Selbstverständlich findet man in dieser Ausstellung auch das Lager in Desssau wieder. Wenn es Fragen gibt, können sich selbstverständlich alle Betroffenen an mich persönlich wenden. Meine Kontaktdaten stehen weiter oben in diesem Blog, ansonsten einfach mal googlen unter Manfred Buchta Beratungsinitiative Thüringen oder ThLa Christian Dietrich.

    viele Grüße

    Manfred Buchta

  27. Ich bin bis zum 30.08.15 im Urlaub, dannach wieder über die angegebenen Kontaktdaten zu rerreichen.

    viele Grüße

    Manfred Buchta

  28. Auch ich war dort – und auch ich suche nach Fotos und Haftunterlagen – denn auch ich habe nichts in der Hand – wie so viele hier… Das große World Wide Web – und vom Militärstrafvollzug Dessau findet man so gut wie nichts 😦

    Es ist deswegen schön, dass es diesen Blog hier gibt – aber es ist natürlich auch ebenso traurig!

    Erst durch den Blog hier habe ich erfahren, dass der Vollzug Dessau abgerissen wurde…

    Nun frage ich mich: Wo sind die Unterlagen über die Häftlinge dort (vor dem Abriss) hingebracht worden?

    Hat jemand von euch schon was rausfinden können dazu?

  29. Ich war 1982und 1986 zwei mal in Dessau. Ich bin bei einer Amme entlassen.ich war in der u2 und habe bei Herstellung von damenbinden gearbeitet.

  30. Am 09.11.2015, wird die Austellung zum Thema Haftarbeitslager in Sachsen-Anhalt eröffnet, im Landtag in Magdeburg eröffnet. Genaueres werde ich noch dazu schreiben. Zeitzeugen sin auf jeden fall erwünscht!

    viele Grüße bis dahin

    Manfred Buchta

  31. Zeitzeugen sind nicht der Historiker Tod, im Gegenteil, nur sie sind in der Lage Antworten auf bestimmte Fragen zu geben. Solange es diese Möglichkeiten gibt, sollte man diese auch nutzen.

    viele Grüße

    Manfred Buchta

  32. Die Austellung,, Hammer, Sichel, Stacheldraht “, wird am 11.November 2015 um 13:00 Uhr im Landtag in Magdeburg eröffnet. Dabei geht unter anderem auch das Haftarbeitslager Dessau-Kochstedt incl. Jugendhaus für Mädchen. Ich werde mit meiner Frau auch anwesend sein.

  33. Die Ausstellungseröffnung zu den Haftarbeitslagern in Sachsen-Anhalt, findet erst am 11.11.2015 um 13:00 Uhr in Magdeburg im dortigen Landtag statt. Vielleicht haben einige Betroffene die Möglichkeit, diesen Termin wahr zu nehmen.

    viele Grüße
    Manfred Buchta

  34. Hallo ich heiße Ronald und war von 1981 bis 1983 in Dessau und nun benötige ein paar unterlagen wie hiss der Herd Bau Stanzerei wie hiss Werk?

    • Hallo, Ronny . Das war das Gasgerätewerk. Ich war von Nov. 75 bis Nov.77 in Dessau und habe bei Junkalor Gearbeitet

      • Hatte 76-77 in Dessau meine Zeit abgesessen. J5, also Junkalor

    • SKET ( Schwermaschienenbaukombinat „Ernst Thälmnn“ ) und ZAB Dessau hab ich noch im Kopf. War 1981-1982 dort.

    • Danke, lieber Manfred. Ich wünsche Ihnen und ebenfalls allen Lesern hier ein besinnliches Weihnachtsfest und, falls ich bis dahin nicht mehr online sein sollte, einen schönen Übergang in das Jahr 2016.
      Martin Geier

  35. Wer könnte sich vorstellen als Zeitzeugin zu sprechen? Ich weiß, dass dieses für viele nicht machbar sein wird. Aber es ist sehr wichtig, dass wir unser Wissen und unsere Erfahrungen mit einer Diktatur an die nächste Generation weitergeben. Ich habe über dieses Thema mit der Landesbeauftragten von Sachsen-Anhalt schon gesprochen.

    Manfred Buchta

    Beratungsinitiative Thüringen

  36. Hatte im Jahre 1976 bis 77 im Jugendstrafvollzug Dessau eingesessen. In Junkalor gearbeitet. Der damalige Leutnant Woche war mein“ Erzieher“.

  37. Ich habe mir gerade den Film von Volker Schlecht,, Hoheneck kaputt“, erzählt von Birgit Willschütz und Gabriele Stötzer angesehen. Ein erschütterndes Zeitdokument, ich sehe den Haftalltag in Dessau ähnlich. Vielleicht mal nach dem Film googeln oder mich anschreiben. Bin allerdings erst Ende Juli wieder im Land.

    viele Grüße Manfred Buchta
    Beratungsinitiative Thüringen

  38. Ich habe für November einen Vortrag zum HAL in Dessau geplant. Wenn die Stadt grünes Licht dazu gibt, werde ich den genauen Ort und Zeit bekannt geben.

    viele Grüße Manfred Buchta
    Beratungsinitiative Thüringen

    • Vielen lieben Dank, Manfred. Ich hoffe, daß viele meiner Leser Ihren Kommentar hier lesen und teilnehmen werden. Ich würde auch sehr gern dabei sein und werde deswegen versuchen, mir diesen Tag frei zu nehmen.
      Liebe Grüße Martina

  39. Für alle Betroffenen, welche noch Haftunterlagen suchen, wenden sich bitte persönlich an das Bundesarchiv Berlin. Die Adresse lautet: Bundesarchiv Berlin Finckensteinallee 63
    12205 Berlin Telefon: 03018/7770-0
    Fax: 03018/7770-111

    viele Grüße Manfred Buchta
    Beratungsinitiative Thüringen

    • Danke für diesen Videobeitrag. In Dessau Frauen war es ähnlich. Auch musste ich bei Haftentlassung unterschreiben, daß mir keine Gewalt angetan wurde und daß ich stets anständig behandelt wurde. Ich wurde aus der Anstalt entlassen und stand im Niemandsland, zumindest fühlte es sich für mich so an. Ich kannte mich weder dort aus noch traute ich mich eine fremde Person nach dem Weg zu fragen. Umgedreht hatte ich mich auch nicht, ich kannte den Spruch auch.
      LG Martina

  40. Woran ich mich erinnern kann war das Schild übern Tor.Du bist hier um dich zu ändern wenn du nicht kannst helfen wir dir wenn du nicht willst zwingen wir dich.

  41. Am Mittwoch den 09.November 2016, wird in Dessau die Ausstellung ,, Hammer, Sichel, Stacheldraht“ gezeigt. In diesem Zusammenhang, werde ich einen Vortrag zum Haftarbeitslager Dessau halten. Die Veranstaltung findet im Rathaus Dessau gegen 18:00 Uhr statt.

    viele Grüße bis dahin

    Manfred Buchta
    BeratungsinitiativeThüringen / Bürgerkomitee Thüringen e.V.

    • Vielen Dank, Herr Buchta, für diese Info. Ich hoffe, daß die Ausstellung gut besucht wird. Ich kann leider nicht dabei sein, ich bin beruflich verhindert. Sicher werden viele meiner Leser den Termin wahrnehmen können.
      LG …. und ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.
      Martina Geier

  42. Der Vortrag in Dessau war wie erwartet ein schwieriges Unterfangen. Die Täter waren natürlich auch da und haben versucht zu lügen was das Zeug hält. Man versuchte die Veranstaltung damit zu stören, was vor allem Dank an Frau Neumann- Becker nicht gelang. Durch die Linken, versuchen diese Personen wieder in unserer Gesellschaft ihre Lügen zu verbreiten. Leider ist das leugnen von DDR-Unrecht nicht verboten. Aber ich werde meine Vorträge weiter fortsetzen, im neuen Jahr in der Gedenkstätte in Torgau und in Gera. Nur so können wir diesen Leuten ihr schäbiges Handwerk legen.

    viele weihnachtliche Grüße an alle

    Manfred Buchta

  43. Diese E-mail ehemaliger Beschäftigter erreichte mich heute. Ich denke mit diesem Vortrag habe ich wohl ins schwarze getroffen. Der Verfasser dieser Zeilen war auch bei meinem Vortrag mit seiner Frau anwesend und fiel durch lautes stören auf.

    Originaltext der Mail:

    ,,Sehr geehrter Herr Buchta,
    die von meiner Frau und mir gelesene Tageszeitung veröffentlichte am 25.11.2016 einen Artikel, in dem auf Ihre Verlautbarungen Bezug genommen wird. Ich habe der Mitteldeutschen Zeitung meine Sichtweise der Dinge mitgeteilt, die ich auch Ihnen als maßgeblichem geistigen Urheber sesselben nicht vorenthalten möchte und Ihnen hiermit zu Kenntnis gebe.
    Mit freundlichen Grüßen

    Betreff: „Dunkles Kapitel der DDR“, MZ-Lokalseite Dessau v. 25.11.2016
    Der DDR sehr viel Gutes nachzusagen, wird mir nicht gelingen, abgesehen von einem Bildungssystem, das dem derzeitigen haushoch überlegen war. Zu den üblen Seiten des DDR-Erlebens zähle ich hingegen die geübte Praxis der Geschichtsfälschung: Alles, was der gelteneden Ideologie widersprach, wurde nur in Teilen, falsch oder gar nicht publiziert. Um so schlimmer finde ich mit zunehmendem Abstand zum Verschwinden der DDR die sich erneut ausbreitende Fälschung ihrer Geschichte. Dazu leistet Herr Buchta, leider durch fehlende kritische Prüfung der MZ gefördert, einen weiteren unrühmlichen Beitrag.
    Die Existenz eines Frauen-Gefängnisses (der Begriff „Haftarbeitslager“ ist hier billige Polemik) unmittelbar südlich an das Gelände der damaligen Magnetbandfabrik angrenzend, steht außer Frage. Dass die Insassen desselben zur produktiven Arbeit eingesetzt waren, ist ebenfalls unbestritten. Ich selbst war 20 Jahre in der Filmfabrik Wolfen und der Magnetbandfabrik tätig und kenne auch die Arbeitsaufgaben der Strafgefangenen sowohl in Wolfen als auch in der MBF. Hier jedenfalls kann von schwerer körperlicher oder gar gesundheitsgefährdender Arbeit keinesfalls die Rede sein. In beiden Betrieben waren die Frauen in der Konfektionierung und Verpackung von Magnetbändern bzw. Magnetbandkassetten eingesetzt. (Sowohl Filmfabrik als auch Magnetbandfabrik waren übrigens Teile des Fotochemischen Kombinates, so dass auch die Aufzählung der Arbeitsstellen der „armen“ Inhaftierten fehlerhaft ist). Zur Wahrheit der Geschichte dieser Haftanstalt gehört auch, dass es üblich war, innerhalb der Anstalt durch die HO Dessau Sonderverkäufe für die Insassinnen und vor allem Entlassungskandidatinnen durchzuführen. Schlimm ist auch die Behauptung des Herrn Buchta, dass es vor allem Republik-Flüchlinge oder Ausreisewillige gewesen seien, die in Dessau eingesessen hätten. Aus meiner Kenntnis waren es vor allem Kleinkriminelle, die hier inhaftiert waren, während Republikflüchtigen andere Anstalten wie etwa das berühmt-berüchtigte Hoheneck vorbehalten waren. In meinem persönlichen Bekanntenkreis gab und gibt es etliche Personen, die zu DDR-Zeiten einen Ausreise-Antrag gestellt hatten. Persönliche Repressalien bis hin zum Berufsverbot erlitten alle, ein Fall von Inhaftierung ausschließlich wegen Ausreise-Antrages ist mir nicht bekannt.
    Ob Artikel wie der vorliegende aus schlichter Unwissenheit und/oder einem übersteigerten missionarischen Sendungsbewußtsein entspringen, mögen Psycho-Analytiker beurteilen. Dass er ausschließlich der Brunnen-Vergiftung, nicht aber einer sauberen geschichtlichen Aufklärung dienen, ist bedauerlich.

    • Danke für diesen aufschlussreichen Beitrag, Herr Buchta. Dieser Herr war 20 Jahre in der Filmfabrik tätig? Das habe ich jetzt zur Kenntnis genommen. Mit Filmen und Kassetten hatte ich aber nichts zu tun, mein Einsatzgebiet war ein Werk, in dem Chemiefasern hergestellt wurden. Da war ich sehr wohl giftigen Dämpfen ausgesetzt. Uns waren ausserdem Gespräche mit Werksangestellten, die übrigens ebenfalls der Stasi unterstellt waren, untersagt. Auch die anderen von mir aufgeführten Details stimmen. Es war das militärische Lager, in allen Einzelheiten von mir beschrieben! Und wenn er auch dieses leugnet dann lügt er ebenfalls oder hat schlichtweg davon(!) gar keine Ahnung. Es gibt z.B. ein Buch darüber, welches ich in meinem Artikel anfangs vorgestellt hatte. Zu jedem Buch über Geschichte wird recherchiert, demnach bezichtigt er die Autorin dieses, von mir vorgestellten, Buches, sowie anderen darüber schreibenden Autoren, der Lüge. Man kann an seiner aufgebrachten Gegendarstellung erkennen, wie linientreu er damals war und noch heute ist und wie er mit aller Macht versucht, im Nachhinein Unrecht zu Recht zu machen. Es ist schier unglaublich, wie uns zum zweiten Mal die Faust der Stasi mitten ins Gesicht trifft. Mag sein, dass es auch Kleinkriminelle in Dessau gab, das will ich nicht bestreiten, aber darum geht es hier nicht. Ich gehe hier in erster Linie nur von mir aus (aber sicher fühlen sich weitere Leser ebenfalls angesprochen) und bin wütend, sehr wütend. Das ist typisch LINK(S) und deswegen hoffe ich, dass „Die Linke“ zukünftig politisch erfolglos bleibt, sonst blüht uns wohlmöglich eine zweite Stasi (Pläne dieser Partei brauch ich ja nicht extra zu erwähnen).
      Herr Buchta, ich danke Ihnen für Ihren Einsatz für unsere Sache und hoffe, dass sich noch viel mehr Betroffene zu diesem Thema melden.
      LG Martina Geier

  44. Die Ansichten des Herrn XY und seiner Frau haben das Niveau plumper SED-Propaganda. Unsere Vermutung, hier hat man einen Dummen vorgeschickt um selbst nicht erkannt zu werden. Es ist höchste Zeit dem Treiben der Täter ein Ende zu setzen. Alles was imir hier im Blog von den Zeitzeuginnen berichtet wurde, ist mit den Informationen aus den Akten der BStU im großen und ganzen identisch. Ich danke hiermit noch einmal ganz herzlich allen Zeitzeugen, denn auch Ihre Berichte haben zum Erfolg meiner Arbeit in nicht unerheblichen Maße beigetragen.

    viele Grüße

    Manfred Buchta
    Bürgerkomitee des Landes Thüringen e. V.
    Behördenhaus Gera
    ThLA, ASt. Gera
    – Beratungsinitiative SED-Unrecht –

  45. Ich habe noch ein wenig recherchiert und bin dabei auf folgendes gestoßen: ,,JVA Museum Dessau“
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Akten aus dem Haftarbeitslager Dessau- Kochstedt sich dort befinden. Wenn auch nicht alle, so doch aber ein großer Teil. Mit Aufarbeitung der SED-Diktatur, hat dieser Verein aber wenig am Hut.

    viele Grüße

    Manfred Buchta
    Bürgerkomitee des Landes Thüringen e.V.
    Behördenhaus Gera
    07545 Gera
    ThLA, ASt. Gera
    -Beratungsinitiative SED-Unrecht-

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